2011-10-16

… aus dem Nebel auf den Pfänder ...

.. aus düstrem Nebel (hat auch 'was) auf den Pfänder.

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… oben belohnt mit Sonne und einem "deep blue" über mir …

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2011-10-15

Bahnhofskongress Lindau Stuttgart ... ein voller Erfolg!

Der Bahnhofskongress hat "getanzt" ... bzw. getagt. Ein voller Erfolg war die Verstanstaltung, u.a. organisiert von der Aktionsgemeinschaft Inselbahnhof.

Zentrale Frage: Wie geht man mit einem "Bahn"-Konzern (DB) um, dem Immobilien- und Auslandsgeschäfte wichtiger sind als die per Gesetz verordneten Aufgaben einer bürgernahen Versorgung mit Bahnverkehr? ... Die Experten leisteten Hervorragendes, informierten, klärten auf über Kapitelabflüsse, Raubbau am Volkseigentum (Bahngelände), Zerstörung von bestehender Infrastruktur usw. Und mehr noch: Sie präsentierten Konzepte wie das Bodensee-S-Bahn-Konzept, Fahrplanstrukturen mit Integriertem Takt, die schon heute problemlos umzusetzen wären. Wenn es denn auch und vor allem politisch gewollte wäre.
- Die 3 Lindauer OB-Kandidaten nutzten die Chance, sich zu informieren über die von der hiesigen Lokalzeitung mit einer eher eigentümlichen Umfrage beworbene "Scheinalternative" "Insel-Bahnhof oder Neubau in Reutin?" - und für die am Montag stattfindende Klausurtagung Argumente zu sammeln. Deutlich wurde, dass die BürgerInnen von Lindau einen funktionierenden Bahnhof haben - und es eigentlich keine Not gibt, sich den nochmal für viel Geld (wie viel ist natürlich unklar!) neu bauen oder gar einfach nur wegnehmen zu lassen - "kaputt planen" nennt man so etwas dann. Also: Die Stadträte sind jetzt gefordert, kühlen Kopf zu bewahren und einem herzhaft delirierenden DB-Konzern die Stirn zu bieten bzw. diese Herren einfach zu fragen: "Was wollt ihr eigentlich?"

... Neben den Vorträgen nutzten die TeilnehmerInnen die Chance, vom Bahnhof aufs Schiff nach Bregenz - und vor dort per S-Bahn zurück nach Lindau zu fahren: eindrucksvoller war die enge und funktionierenden Verknüpfung von Verkehrsmitteln, von Bahn, Schiff und Stadt in "fußläufiger Entfernung" kaum zu machen!

2011-06-17

... Hoybote, jetzt neu!

Endlich ... es hat auch lange genug gedauert!
Fast schon wieder "überholt" von den stadtpolitischen Ereignissen, ist der Hoybote mit Beiträgen zum ewigen Thema "Bahnhof", zu den 30er-Zonen (resp. deren Verschwinden in Lindau) und vielem mehr erschienen.
Dass es jetzt fast ein "Sommerbote" geworden ist, lag auch daran, dass im März dann doch die Zeit zu knapp war, obwohl wir schon im Februar viele Artikel beisammen hatten.

Mein Dank gilt Lothar Höfler, mit dessen tatkräftiger Unterstützung die vielen Beiträge der Autoren "in Form" gebracht wurde (und natürlich allen Beiträgern der Bunten Liste, die so fleißig waren).

Es wird wohl ein turbulenter Sommer - der nächste Hoybote sowie ein Bahnbote sind schon geplant, im September wird es so weit sein!

Indes: Das bunte Treiben im Stadtrat geht weiter, und wer die lokale Postille aufschlägt, reibt sich ja doch gelegentlich die Augen über so manche Schildbürgereien. Das vermeintliche "Spaßbad", eine Kongresshalle, Bahnhofsphantasien, Feuerwehr-"Mausoleum" ... es kann der wohl (finanziell reichlich klammen) Stadt Lindau anscheinend gar nicht teuer genug sein. Und: was allein an Geldern für sinnlose Architektenwettbewerbe zum Fenster hinausgeschmissen wird ...!


Dabei ist die Insel einmalig: ... also träumen wir weiter: autofrei, mit intakter Infrastruktur für Radler, Spaziergänger und die Insel-Bewohner, mit einem zentralen, zeitgemäß restaurierten und modernisierten Bahnhof, mit neuen Lebens- und Wohnflächen auf dem jetzigen Bahngelände hinterm Bahnhof, wenn erstmal unnötige Gleisanlagen entfernt sind ... und das Areal zwischen Bahnhof und Hinterer Insel mit recht ansehnlichen alten Bauten anständig genutzt (und nicht "Immobilienhai-mäßig" verramscht) wird.


... und gegen ein Zugbrücke und eine hubraumgesteuerte Mautgebühr für die abendlichen Sinnlos-Herum-Cruiser, SUVs und sonstige unnötige Lärmer ist ja eigentlich auch fast nichts einzuwenden.
Oder? ;-)
Und da wir gerade dabei sind: Reißt diese Betonbrücke ab - und baut die alte Inselbrücke mit den wunderbaren Laternen wieder auf!

2009-09-16

Autofreie Insel!

Ok, nur geträumt. Aber man lese weiter!
Per E-Mail habe ich einen alten Zeitungsartikel erhalten, den ich hier - besten Dank an den Finder (der mir bekannt ist)! - in Auszügen wiedergebe, weil er auf ganz überraschende Weise deutlich macht, was in Lindau verkehrspolitisch - nicht erst seit dieser Saison und nicht erst seit ein paar Jahren! - im Argen liegt ... und uns auch auf selbstkritische Weise mit der Nase darauf stößt, wie sehr sich die uns zugemuteten Belastungen verschoben haben - wie sehr wir also über die Jahre „bereit wurden“, eine Belastung für normal zu halten, die uns tatsächlich Lebensqualität raubt, die Gesundheit schädigt usw.
„Haas: Kfz.-Bann für die Insel unumgänglich.
Ein Ausschuss soll dem Stadtrat Vorschläge zur Lärmbekämpfung machen.
Zu dem Geschäftsbericht des Leiters des Fremdenverkehrsamtes (...) entspann sich eine lebhafte Diskussion, die sich vor allem um die Frage der Lärmbekämpfung und um den Kraftfahrzeugverkehr auf der Insel drehte. Oberbürgermeister Haas betonte, daß gar nichts anderes übrig bleiben werde, als über kurz oder lang die Insel für den Kraftfahrzeugverkehr völlig zu sperren. Die Befürchtung der Geschäftsleute, daß sie Einbußen erleiden würden, hielt der OB für irrig. (...) In der Aussprache waren grundsätzlich alle Redner der Meinung, daß man vor einschneidenden Maßnahmen nicht zurückschrecken dürfe. (...)
Die Lärmbekämpfung wurde als weitere vordringliche Aufgabe anerkannt. Die verschiedenen Sprecher verwiesen (...) auf Motorradfahrer, die Vergnügungs-Rundfahrten um die Insel unternähmen (...)
Im Endergebnis wurde ein Ausschuß gebildet, der dem Stadtrat Vorschläge zur Lärmbekämpfung und zur Beseitigung des Verkehrschaos unterbreiten soll.“ (Quelle: Lindauer Zeitung 24.7.1958)

Ob der Ausschuss wohl immer noch tagt? Und wenn ja, in welcher Schublade des Stadtarchivs?
Oder war er wie viele vor und nach ihm im Wortsinn bloß (amtlicher) Ausschuss?
Antrag an den Stadtrat: Man möge die Akten des Ausschusses heben und OBine Seidl die weisen Worte Ihres Vorgängers  Josef Haas nahelegen. Und natürlich der „Hotellerie“, dem Gewerbe etc.

2009-09-08

> Der Hoybote ist da!

Mitten im Wahlk(r)ampf - erfrischende lokalpolitische Post von der Bunten Liste Lindau.
Die Themen sind aktuell: Knapp vor dem Ende der Tourismus-Saison nochmal nachdenken über Luftverschmutzung, Verkehrsirrsinn auf der Insel, Investoren-Träume und das schöne Eingeständnis von CSUlern, dass ihnen 10 Mio. Schulden der Bürger nichts ausmachen. Klar. Warum auch. Sind ja nicht ihre.
Ansonsten:
Der 2. Bote, den ich layoute, - es wird schon, pflegt man da gerne zu sich selbst zu sagen.
Er ist keine regelmäßige Postille, aber auch kein "Fachblatt", das alle 2 Jahre erscheint. Soll die Bürger erreichen und auch ein bisschen "quer" im Briefkasten (und "Hirnkastl") zu liegen kommen.
Die Voraussetzungen sind gut, das Layout, die Texte, die Bindung an einen etwa halbjährlich einzufangenden Stand der Ereignisse - ja, das braucht noch. Die Bunten brauchen auch noch - "ein bissel" - Schreibdisziplin. Warum? Damit ihre guten Ideen, ihre völlige Abneigung gegenüber blasigen Visionen und Bauchpinseleien besser ankommen. Im übrigen hat - interessant zu sehen - die allseits geübte "Rote-Socken-Kampagne" im lokalpolitischen Dunstkreis ihr Pendant, wenn die Bunten vom politisch jenseitigen Ufer, wenn's anders nimmer geht, halt wieder mal als "Blockierer" beschrien werden. Oder wenn von den fleißigen Austrägern, die so wichtig sind, mal einer nicht mehr austragen will, weil für jene "Linke" im Boten die Stimme erhoben wird. Hm. So schnell greifen also leider politische Affekte, wenn sie nur fleißig genug geübt und mit politischer Willensbildung verwechselt werden. Schade.

2009-09-06

.o. Rad ab?

So möchte man fast titeln, wenn man die Breite des Angebots an Fahrrädern auf der Eurobike dieses Jahr betrachtet.
Standesgemäße Anreise per Rad war natürlich Pflicht - so durften wir auf dem Radweg von Lindau nach Friedrichshafen wieder man den Einfallsreichtum der Radweg-Beschilderer genießen, wenn es darum geht, Schilder gelegentlich dort anzubringen, wo sie garantiert keiner sieht ...
Nun denn, angekommen in den Messehallen (schon das Eintrittsentgeld für diese Nur-Kucken-Orgie ist heftig: 13 Euronen ...), zeigte sich bald, dass der Radlmarkt inzwischen ähnliche Blüten treibt wie die übrige (Freizeit-)Sportindustrie.
Allenthalben fehlten kleine Highlights nicht - wobei Diamant, Wanderer, Velotraum, Riese und Müller (das neue "frog") und ein paar weitere übliche Verdächtige natürlich hervorstachen, mit klugen Details, gelegentlich endlich mal gelungener Kabelführung usw.
Achja, letzteres: Nachdem nun leider auch die Novelle der StVo sich nicht dazu durchringen konnte, in Fragen Fahrradbeleuchtung endlich dem technischen Fortschritt (sprich: hervorragend helle 1-LED-Leuchten) Tribut zu zollen, mussten wir feststellen, dass eben an der Verkabelung Dynamo-getriebener Räder die meisten doch recht deutlich scheitern (müssen). Immer noch.

Ansonsten: Fast schon eine "Spezi" - so konnte man sich fühlen, wenn man in der großen Halle die illustren Sonderkonstruktionen betrachten durfte.
Aber auch manch puls-beschleunigende "wild machine" gabs zu bestaunen!
Alles in allem: "Wow!", taube Füße nach 4 Stunden Latschen durch alle gefüllten Messehallen - und: Alles beim alten, keine wirklichen Sensationen, aber gediegener Wildwuchs im konstruktiven Detail, der jedoch auch von der Lebendigkeit der Branche zeugt.

Fazit: Verschrottungsprämie für Alt-Räder" - das wäre die Devise!

2009-09-05

spätsommer in lindau

die farben am see sind schon fast herbstlich. abends wird die luft kühl, die stimmungen sind klar.
auf dem foto: der bahndamm am westufer des kleinen sees - wie lange wohl wird der zug zum inselbahnhof hier noch fahren?
hoffen wir, dass die bahn und die stadt sowie eventuelle halbseidene investoren sich noch lange nicht einig werden, wie hier lindauer "tafelsilber" (sprich: bahngelände, hintere insel) verscherbelt werden soll!
ein bisschen zynisch mutet es an, dass wir für den erhalt des jetzigen zustands schon fast dafür sein müssten, dass der parkplatz auf der hinteren insel, der natürlich übermäßigen und unnötigen insel-auto-verkehr erzeugt, erhalten bleibt - damit dort eben nicht schlimmeres (überbauung, verplanung) passiert...