So möchte man fast titeln, wenn man die Breite des Angebots an Fahrrädern auf der Eurobike dieses Jahr betrachtet.Standesgemäße Anreise per Rad war natürlich Pflicht - so durften wir auf dem Radweg von Lindau nach Friedrichshafen wieder man den Einfallsreichtum der Radweg-Beschilderer genießen, wenn es darum geht, Schilder gelegentlich dort anzubringen, wo sie garantiert keiner sieht ...
Nun denn, angekommen in den Messehallen (schon das Eintrittsentgeld für diese Nur-Kucken-Orgie ist heftig: 13 Euronen ...), zeigte sich bald, dass der Radlmarkt inzwischen ähnliche Blüten treibt wie die übrige (Freizeit-)Sportindustrie.
Allenthalben fehlten kleine Highlights nicht - wobei Diamant, Wanderer, Velotraum, Riese und Müller (das neue "frog") und ein paar weitere übliche Verdächtige natürlich hervorstachen, mit klugen Details, gelegentlich endlich mal gelungener Kabelführung usw.
Achja, letzteres: Nachdem nun leider auch die Novelle der StVo sich nicht dazu durchringen konnte, in Fragen Fahrradbeleuchtung endlich dem technischen Fortschritt (sprich: hervorragend helle 1-LED-Leuchten) Tribut zu zollen, mussten wir feststellen, dass eben an der Verkabelung Dynamo-getriebener Räder die meisten doch recht deutlich scheitern (müssen). Immer noch.
Ansonsten: Fast schon eine "Spezi" - so konnte man sich fühlen, wenn man in der großen Halle die illustren Sonderkonstruktionen betrachten durfte.Aber auch manch puls-beschleunigende "wild machine" gabs zu bestaunen!
Alles in allem: "Wow!", taube Füße nach 4 Stunden Latschen durch alle gefüllten Messehallen - und: Alles beim alten, keine wirklichen Sensationen, aber gediegener Wildwuchs im konstruktiven Detail, der jedoch auch von der Lebendigkeit der Branche zeugt.
Fazit: Verschrottungsprämie für Alt-Räder" - das wäre die Devise!

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