2011-10-15

Bahnhofskongress Lindau Stuttgart ... ein voller Erfolg!

Der Bahnhofskongress hat "getanzt" ... bzw. getagt. Ein voller Erfolg war die Verstanstaltung, u.a. organisiert von der Aktionsgemeinschaft Inselbahnhof.

Zentrale Frage: Wie geht man mit einem "Bahn"-Konzern (DB) um, dem Immobilien- und Auslandsgeschäfte wichtiger sind als die per Gesetz verordneten Aufgaben einer bürgernahen Versorgung mit Bahnverkehr? ... Die Experten leisteten Hervorragendes, informierten, klärten auf über Kapitelabflüsse, Raubbau am Volkseigentum (Bahngelände), Zerstörung von bestehender Infrastruktur usw. Und mehr noch: Sie präsentierten Konzepte wie das Bodensee-S-Bahn-Konzept, Fahrplanstrukturen mit Integriertem Takt, die schon heute problemlos umzusetzen wären. Wenn es denn auch und vor allem politisch gewollte wäre.
- Die 3 Lindauer OB-Kandidaten nutzten die Chance, sich zu informieren über die von der hiesigen Lokalzeitung mit einer eher eigentümlichen Umfrage beworbene "Scheinalternative" "Insel-Bahnhof oder Neubau in Reutin?" - und für die am Montag stattfindende Klausurtagung Argumente zu sammeln. Deutlich wurde, dass die BürgerInnen von Lindau einen funktionierenden Bahnhof haben - und es eigentlich keine Not gibt, sich den nochmal für viel Geld (wie viel ist natürlich unklar!) neu bauen oder gar einfach nur wegnehmen zu lassen - "kaputt planen" nennt man so etwas dann. Also: Die Stadträte sind jetzt gefordert, kühlen Kopf zu bewahren und einem herzhaft delirierenden DB-Konzern die Stirn zu bieten bzw. diese Herren einfach zu fragen: "Was wollt ihr eigentlich?"

... Neben den Vorträgen nutzten die TeilnehmerInnen die Chance, vom Bahnhof aufs Schiff nach Bregenz - und vor dort per S-Bahn zurück nach Lindau zu fahren: eindrucksvoller war die enge und funktionierenden Verknüpfung von Verkehrsmitteln, von Bahn, Schiff und Stadt in "fußläufiger Entfernung" kaum zu machen!

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